Blitz aus heiterem Himmel

Als plötzlichen Herztod bezeichnet man den Tod als Folge eines unvermittelt auftretenden Herzkammerflimmerns. Allein in Deutschland sind jährlich mindestens 150.000 Menschen davon betroffen.

 

Normalerweise schlägt das Herz im Ruhezustand etwa 60 bis 80 Mal pro Minute, bei Belastung oft doppelt so schnell. Diesen Rhythmus steuert ein „Schrittmacher“, der Sinusknoten. Er sendet elektrische Impulse aus, die das Herz zum Schlagen bringen.

 

Aus sehr unterschiedlichen Gründen – zu den häufigsten zählen Herzinfarkt und andere Herzkrankheiten – kann der natürliche Rhythmus des Herzens so gestört werden, dass der Herzmuskel 300 und mehr Impulse je Minute erhält. Die Folge: So schnell kann sich der Herzmuskel nicht zusammenziehen und entspannen. Das Herz „flimmert“ und transportiert kein Blut – der Kreislauf bricht zusammen.

 

Innerhalb von Sekunden wird der Patient durch diesen Kreislaufstillstand bewusstlos. Sein Puls ist nicht mehr zu tasten und er stirbt innerhalb weniger Augenblicke am plötzlichen Herztod. Denn der größte Sauerstoff-Verbraucher, das Gehirn, wird nicht mehr mit frischem Blut versorgt. Nur eine sofortige Wiederbelebung durch Herz-Druck-Massage und der Einsatz eines Defibrillators kann den Betroffenen ins Leben zurückholen.

 

Wen trifft der plötzliche Herztod?

 

Kammerflimmern kann bereits im Säuglingsalter auftreten. Immer wieder sind auch Schüler und Studenten betroffen. Sportler haben sogar ein 2,5-fach erhöhtes Risiko, den plötzlichen Herztod zu erleiden. Meldungen wie „16jähriger Fußballer bricht tot auf dem Spielfeld zusammen“ machen häufig Schlagzeilen.

 

Kann man sich vor Kammerflimmern schützen?

 

Patienten, die wegen einer Herz-Erkrankung in ärztlicher behandelt werden, sind die einzigen, die sich gegen Kammerflimmern teilweise schützen können. Sie erhalten bei Bedarf Medikamente, die den Herzrhythmus regulieren. Einen 100-prozentigen Schutz gegen den plötzlichen Herztod bieten sie allerdings nicht.

 

Wer die typischen Anzeichen eines Herzinfarktes – z.B. Schmerzen im Brustbereich, die auf den linken Arm ausstrahlen können – bemerkt, sollte sofort zum Arzt oder in eine Notaufnahme gehen, um sich behandeln zu lassen. Denn Herzinfarkte lösen oft Kammerflimmern aus.

 

Ansonsten gibt es keine gezielte Vorsorge gegen Kammerflimmern. Besonders fatal ist, dass sich Kammerflimmern in den meisten Fällen überhaupt nicht ankündigt. Es tritt unvermittelt auf und trifft die Patienten wie ein Blitz – daheim, auf der Straße, in der Sporthalle der Schule, überall.

 

Wir kämpfen darum, dass viel mehr Herztod-Opfer als heute gerettet werden.

 

Interesse? Kontakt: vorsitz@BrL.email • Telefon: 0 82 33/84 94 02

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Bürger retten Leben e.V.